Wir leben in einer Zeit vielfältiger – ökologischer, wirtschaft-licher, sozialer und geistiger - Transformationsprozesse. Die dabei entstehende neue Epoche sucht noch ihre Essenz, man umreißt sie auch als "Anthropozän", als Zeitalter des Menschen. Doch was ist die Essenz des Menschseins ? Der globale Verständigungsprozess dazu beginnt erst.

Viele Menschen erleben diese Übergangszeit daher auch als persönliche Sinnkrisen. Einige verstehen es als Chance persönlicher Transformation, als Weg zu ihrer Seele oder ihrem „higher Self“. Doch mangels kultureller Formen dafür ereignen sich diese inneren Entwicklungsprozesse oft auch als depressive Verstimmungen oder andere seelische Störungen.

 

Von Seiten der Psychotherapie haben sich vor allem Viktor Frankl (Sinn-Psychologie), Abraham Maslow (Selbstverwirk-lichungs- und Transzendenzbedürfnisse), Aaron Antonovski (Salutogenese) dieser Problematik angenommen. Daneben stehen transpersonal orientierte Psychologien und Philosophien verschiedener Art.

Legt man all die genannten Ansätze nebeneinander, lässt sich folgende Perspektive „destillieren“: Es gibt Zustände menschlichen Bewusstseins bzw. Ebenen menschlicher Entwicklung, in welchen man sich nicht nur sehr viel freier und leichter, sondern auch energie- und liebevoller sowie wahrnehmungs- und handlungsfähiger fühlt als im „normalen“, oft von mehr oder weniger unbewussten Sorgen, Ängsten und Stress durchzogenen Alltagsbewusstsein. Meist fühlt man sich dann auch gesünder und hat auch weniger Defizitbedürfnisse (Maslow) und weniger „Egointeressen“, braucht weniger Ersatzkonsum und weniger Sicherheitsfestungen wie übermäßige Besitz- oder Machtanhäufungen.

 

Religionen umschreiben dies oft als Gefühl des Verbunden-seins mit dem Göttlichen, mit Brahma, Allah, Jahwe etc. Moderne spirituelle Konzepte nennen es die „Frequenz der Ekstase“ (Chris Griscom), das „Bewusstsein der Energie Liebe“ (Teilhard de Chardin, Aurobindo Ghose u.a.) oder die „Eigenfrequenz der Seele“ (Penney Peirce). Maslow nannte es „Gipfelerfahrungen“. Philosophen erfassten es als „Wahres, Gutes und Schönes“ (Sokrates, Plato u.a.), als „höhere Freude“ (Epikur), „Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit“ (G.W.F.Hegel), „Bewusstseinsintensivierung“ (Jean Gebser) etc. Und mutige Naturwissenschaftler beschreiben es als Resonanz mit dem universellen Nullpunkt- oder Quantenfeld (Lynne McTaggart, Dieter Broers, Joe Dispenza u.a.). Einige beschreiben es als nur gelegentliche Momente, andere als auch längerfristige Seinszustände. Einig sind sie sich jedoch darin, dass in uns Menschen das Potenzial zu solch intensivierten Sein und Bewusstsein schlummert und dass sich dieses unter günstigen Umständen und durch entsprechende Methoden wecken und stärken lässt.

 

Zwar gibt es sowohl in traditionellen Religionen als auch auf dem modernen Markt der Möglichkeiten verschiedenste Angebote für diese höheren menschlichen Potenziale bzw. Transzendenzbedürfnisse (von Klöstern und Kirchen, über Yoga- und Meditationszentren, bis hin zu neuen virtuellen Life-Coachingnetzwerken). Alle diese haben jedoch unseres Erachtens den Mangel, dass sie nur jeweils ihren besonderen „Weg“ anbieten bzw. vermarkten; und damit oft keine wirkliche Befreiung, Entfaltung und Vernetzung der individuellen „Transzendenz-Potenziale“ ermöglichen.

 

Daher haben wir – Psychologen und Bewusstseinsforscher, Unternehmer  u.a. – uns zusammengeschlossen, um dafür freiere und stimmigere Lösungen zu finden und möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.

Dafür entsteht nach und nach ein sich tendenziell verdichtendes Netz von besonderen Hotels, Herbergen und ähnlichen Orten, an denen Menschen ihre oben genannten höheren Potentiale ideologie- und gurufrei entdecken und miteinander entfalten können.

 

An diesen Orten können Menschen, welche das Bedürfnis dazu verspüren, zu verschiedenen (ihren jeweiligen Einkommenssituationen entsprechenden) Konditionen kürzere oder längere Zeiten in diesem Sinne leben und teilweise auch mitarbeiten.

An all diesen Orten ist der Zugang zu einem wachsenden Set an Literatur, Filmen, Settings und Anleitungen etc. verfügbar, welche über die oben genannten Theorien, Methoden und Techniken von Bewussteins- und Potenzialentfaltung sowohl informieren als auch diese praktisch erlernbar und erfahrbar machen. 

 

Da einige davon direkte Anleitung und Trainer erfordern, werden diese mittels moderner Technik nach Monatsplänen auch virtuell organisiert. D.h. irgendwo auf der Welt gibt z.B. jemand jeweils an bestimmten Tagen jedes Monats eine Anleitung für eine besondere Meditation, eine Traumreise, einen Trancetanz, ein Enligthment intensive, ein holotrophes Atmen; oder leitet ein skype-Gespräch über "höhere Bewussstseinszustände", über bewusstseinsintendierte start ups, über sinnorientierte Kommunikation, holistisches Marketing etc.

 

Das Ambiente dieser Herbergen ist einfach, ästhetisch und funktional; dennoch sehr verschieden. Einige sind in ländlicher Idylle und andere nahe Großstädten. Einige haben digital detox (kein WLAN und Handys nur in Ausnahmen), andere bieten High-Speed WLAN und sinnorientierte CoCreative-Spaces rund um die Uhr.

 

Wir nennen unser Projekt „Herbergen am Rande der Welt“, in freier Anlehnung an John Streleckys Bücher „Das Cafe am Rande der Welt“ und „Big Five for Life“, da diese origineller Weise Impulse dazu motivieren, mit seinem „Zweck der Existenz“ auf moderne und freie Weise in Kontakt zu kommen.

 

Die Initiatoren dieses Sinn-Netzwerks sind der Autor und  Hotelunternehmer Bodo Janssen (Upstalsboom), der Bildungsunternehmer Heinrich Kronbichler (WBS Training AG), der Arzt und Psychotherapeut Dr. Udo Boessmann und die Betriebswirtin Claudia Fabrizy, der Bewusstseinsforscher Prof. Dr. Thilo Hinterberger, der Neurobiologe Prof. Gerald Hüther (Akademie für Potentialentfaltung), der Informatiker Oliver Scheit, die Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Yve Stöbel-Richter, der Philosoph Dr. Maik Hosang und die Studiengänge Gesundheitsmanagement, Kulturmanagement und Tourismusmanagement (Prof. Ute Pflicke) der Hochschule Zittau/Görlitz u.a. 

 

Wenn Sie sich von der Idee angesprochen fühlen und mitwirken wollen, nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf über: isoek@posteo.de ; oder kommen Sie zum Symposium im September zur kokreativen Entwicklung der Sache.